Anpassung der Gebührenordnung für Tierärztinnen und Tierärzte (GOT) 

Die Gebühren für tierärztliche Leistungen werden zum 22. November 2022 durch eine „Änderung der Tierärztegebührenordnung“, einer Verordnung des Bundes, erstmalig seit 1999 umfassend geändert, um zu gewährleisten, dass sich neuere medizinische Verfahren in der GOT finden. 

Die Anpassung der Gebührenordnung war überfällig 2020 wurde vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft eine Studie in Auftrag gegeben, die wissenschaftlich fundiert die einzelnen tierärztlichen Leistungen bewerten sollte, um zu gewährleisten, dass die GOT kostendeckend ist. Die neuen Gebühren basieren auf den Ergebnissen dieser Studie. Sollte Ihnen der Preis als nicht angemessen vorkommen, bitte ich Sie zu bedenken, dass die Höhe der aktuellen Anpassung noch nicht einmal dem Inflationsausgleich entspricht und dementsprechend äußerst maßvoll ist. Überdies sind die Praxiskosten, die bis zu 75 Prozent des Umsatzes betragen, in weit höherem Maße gestiegen als die Inflationsrate, auch die Entwicklungen im Jahre 2022, die in allen Bereichen des täglichen Lebens zu signifikanten Preissteigerungen geführt haben, sind in diesen Preisen noch nicht einmal berücksichtigt. Denken wir u. a. an gestiegene Kosten für medizinische Geräte, Personal, Versicherungen, Entsorgung und Energie. 

Die Rolle des/der Tierarztes/Tierärztin als Berater ist immer anspruchsvoller geworden und muss entsprechend honoriert werden. § 5 der GOT (neu) schreibt vor, dass eine Unterschreitung der einfachen Gebührensätze grundsätzlich nicht zulässig ist. Unsere Praxis ist daher gehalten, ihre Preise entsprechend anzupassen. Wir bitten um Ihr Verständnis! 

Wozu gibt es überhaupt eine Gebührenordnung? Die gesetzliche Gebührenordnung sorgt für Transparenz und schützt den/die Tierhalter:in vor Übervorteilung. Ein Wettbewerb zwischen den Tierärzt:innen soll vorwiegend über die Leistung und weniger über den Preis stattfinden. Eine angemessene gesetzliche Vergütung stellt sicher, dass Tierärzt:innen dem Qualitätsanspruch der Tierhalter:innen z. B. durch Fortbildung und Investitionen nachkommen können. Dies sichert die angemessene Bezahlung der Mitarbeiter:innen und damit auch die erforderliche Sorgfalt in der tierärztlichen Praxis. Ein hohes Qualitätsniveau der tierärztlichen Leistung dient dem Tierschutz.

Quelle:
Gebührenordnung (GOT) / Bundestierärztekammer e.V. (bundestieraerztekammer.de)

Achtung Sommerhitze

Endlich sind die schönen Sommertage bei uns angekommen. Aber da gibt es auch ein paar Regeln, die es bei Hunden, Katzen und Co. zu beachten gibt.

Was ist ein Hitzschlag?

Zum Hitzschlag kommt es, wenn der Hund oder Katze hohen Temperaturen ausgesetzt ist und die überschüssige Wärme nicht schnell genug abgeben kann.  Ab 40°C Körpertemperatur bekommt das Tier Kreislaufbeschwerden. Darüber besteht akute Lebensgefahr!

Tiere haben nicht nur ein dichtes Fell, sie können noch nicht einmal am Körper schwitzen und sich dadurch abkühlen. Die wenigen Schweißdrüsen an den Pfoten, die im Sommer zu feuchten Pfotenabdrücken auf den Fliesen führen, reichen zur Thermoregulation nicht aus. Tiere, besonders Hunde, regulieren ihre Körpertemperatur bei Hitze durch Hecheln. Durch den Wasserverlust über die Atemluft wird dabei Wärme abgegeben.

Welche Erste-Hilfe-Maßnahmen helfen meinem Tier bei einem Hitzschlag und wie kann ich einen Hitzschlag vermeiden?

1. Bringen Sie ihr Tier sofort ins Kühle. Kühlen Sie das Tier vorsichtig ab: Am schonendsten geht das Abkühlen, indem Sie das Tier in ein feuchtes Handtuch oder eine Decke einwickeln. Zu schnelle Abkühlung mit eiskaltem Wasser belastet den angeschlagenen Kreislauf extrem! Wenn der Hund oder Katze relativ fit ist, können Sie auch einen Gartenschlauch oder die Badewanne zum Kühlen nehmen. Fangen Sie an den Beinen an zu kühlen und gehen Sie erst dann zu Rumpf und Nacken über.

2. Lassen Sie Ihren Hund oder andere Tiere im Sommer nie unbeaufsichtigt im Auto oder angeleint in der prallen Sonne zurück. Häufigste Ursache für einen Hitzschlag ist, dass das Tier im überhitzten Auto zurückgelassen wurde. Im Schatten zu parken und die Fenster oder das Schiebedach zu öffnen reicht im Sommer nicht aus!

3. Nehmen Sie immer genügend Wasser für Ihre Tiere mit.
Bei Hitze trinken z.B. Hunde bis zu 100 ml pro kg Körpergewicht am Tag.

4. Machen Sie längere Spaziergänge in den kühlen Morgen- oder Abendstunden. Übergewichtige Hunde oder Herzpatienten sollten bei Wärme nur kurz und dafür öfter Gassi gehen.

Quelle:
 Hitzschlag bei Hunden | Tierarzt Dr. Hölter (drhoelter.de) 

Corona Hinweise

Sehr geehrte Kunden,

in diesen Tagen der Corona-Virus-Problematik, sind Gesundheit von Mensch und Tier ein wichtiges Thema. Wir versuchen trotz der Probleme und Einschränkungen unsere Patienten bestmöglich zu behandeln. 

Wir folgen der 2-G Regel:
Vollständig geimpft oder genesen.


Bitte helfen Sie uns dabei:

1. Ihre Corona Impf-/Genesen-Nachweise mitzubringen.
2. Tragen Sie eine F.F.P. 2 Mund-Nase-Maske.
3. Halten Sie bitte mindestens 1,5 Meter Abstand.
4. Bargeldlose Bezahlung bevorzugt.
5. Bitte kommen Sie nicht mit mehreren Personen zu uns in die Praxis.
6. Nutzen Sie unbedingt unsere telefonische Terminvergabe.
7. Vermeiden Sie den Praxisbesuch, wenn Sie nur geringste Anzeichen einer Atemwegsinfektion haben oder wenn Sie generell ein erhöhtes Risiko haben.
8. Vermeiden Sie Handkontakt mit unserem Personal.
9. Untersuchungen, die eine besondere Nähe verlangen, erlauben wir uns ggf. ohne Sie mit unseren Hilfskräften durchzuführen.
10. Untersuchungen oder Eingriffe, die ggf. nicht dringlich sind, erlauben wir uns nach unserem Ermessen zu verschieben.
11. Bei Überfüllung des Wartezimmers erlauben wir uns, Patienten die nicht dringlich sind draußen zu warten oder auf einen anderen Termin zu verweisen.


Das Praxisteam dankt Ihnen herzlich für Ihr Verständnis!


Können Katzen und Hunde SARS-CoV-2 auf den Menschen übertragen?

''Es gibt keine Hinweise darauf, dass Hunde oder Katzen ein Infektionsrisiko für den Menschen darstellen (siehe auch Einschätzung des European Centre for Disease Control und der WHO) oder eine Rolle bei der Verbreitung von SARS-CoV-2 spielen.

Der Kontakt gesunder Personen zu Haustieren muss nach den derzeitig verfügbaren Informationen aus Sicht des Friedrich-Loeffler-Instituts nicht eingeschränkt werden. Allerdings ist es als allgemeine Vorsichtsmaßnahme immer ratsam, grundlegende Prinzipien der Hygiene zu beachten, wenn man mit Tieren in Kontakt kommt (z.B. Hände gründlich mit Seife waschen).''


Quelle:
 Letztes Jahr hatten etwa vier Prozent der Hauskatzen Corona (forschung-und-wissen.de)

Informationen zum Corona-Virus in Leichter Sprache: Friedrich-Loeffler-Institut (fli.de) 

Bildquelle: Der Spiegel

Bilderquelle: Bayer Animal Health